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BEGABTEN-PROJEKTE

BEGABTEN-PROJEKTE der Wilhelm-Busch-Schule Hilden

Bereits seit einigen Jahren stehen auch die Kinder mit besonderen Begabungen im Blick der Wilhelm-Busch-Schule. Schon vor der Einschulung hatten die Kinder die Möglichkeit, an einem Kooperationsprojekt mit dem Familienzentrum der Erlöserkirche teilzunehmen. Kinder der KiTa und der WBS erforschten gemeinsam die Welt der Naturwissenschaft.

Dies war ein voller Erfolg und soll weiter ausgebaut werden. Die KiTa der AWO an der Verlach ist bereits in den Startlöchern, um solch ein Projekt gemeinsam mit der Wilhelm-Busch-Schule zu initiieren.

Natürlich sollen solch tolle Projekte nicht abbrechen. Daher hat die Schule sich noch einmal auf den Weg gemacht, um auch den älteren Kindern mit besonderen Interessen, Neigungen und Begabungen ein attraktives Angebot zu machen.

Seit Anfang 2015 hat die Wilhelm-Busch-Schule an beiden Standorten (Zur Verlach / Richrather Straße) „Begabten-Projekte“ eingerichtet. Gezielt und regelmäßig werden vereinzelt Kinder aus den Klassen 3 und 4 für das Projekt ausgesucht, die sich dort mit ihren Talenten und Fähigkeiten speziell weiterbilden. Am Ende des Schuljahres haben sie neben ihrem „normalen Unterrichtsstoff“ zusätzlich in diesen speziellen Begabten-Projekten thematisch besondere Kenntnisse erworben.

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„Mit verschiedenen Förderimpulsen vorhandenes Potenzial aus den Kindern herauslocken.“

Friedhelm Topp, Schulpsychologische Beratungsstelle

 

„Begabte Kinder brauchen Angebote, die sie fordern – sonst lassen sie sich hängen.“

Helmut Doedens, Stadtschulpflegschaft

 

Als ein erstes Begabten-Projekt wurde für die Wilhelm-Busch-Schule natürlich das nahe liegende Thema „Hilden“ gewählt.

Einmal in der Woche wird entsprechend den Lehrplänen das Thema „Stadt Hilden -- Wohn- und Lebensumfeld der Kinder, sowie historischer Werdegang vom Dorf zur Stadt“ bearbeitet. Exkursionen in die Stadt, in Archive oder an andere Orte der Stadt stehen genauso auf dem Programm, wie Recherchen in entsprechender Literatur oder das Anfertigen eigener Geschichtstexte, Zeichnungen und kleine Spiele zur Vertiefung des bearbeiteten Themas.

 

Seit Beginn des neuen Schuljahres 2017/18 heißt es in der Begabten AG an beiden Schulstandorten nicht nur "GUCK' MAL WAS DA STEHT!", sondern "WIE ENTSTEHT UND WÄCHST EINE STADT? Natürlich wird dabei vom allgemeinen Wachsen einer Stadt immer wieder Bezug auf Hilden genommen. Erste Waldrodungen, Fluß als Trinkwasserspender, Hüttenbau, Ackerbau und Viehzucht, Mühlen und ihre Funktion, Kirchen, Trampelpfade werden zu Straßen, Verkehrswege u.v.m. sind einige von vielen kleinen Unterthemen. Die Kinder beschäftigen sich so intensiv mit dem Komplex "Stadt" und erhalten einen Einblick, wie "Stadt funktioniert" und wie in nächsten Schritten diese Funktionen innerhalb eines Kreises, Landes usw. sich auswirken und ins eigene alltägliche Leben hineinwirken.


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Ausflug in die Stadt: Schulstraße, Ecke Mittelstraße - im Hintergrund die Reformationskirche.

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Auch das gehört dazu: Bücher und Bildbände zur Hildener Stadtgeschichte gemeinsam lesen...

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Wir arbeiten mal an der Tafel, mal am Computer...

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Memo-Karten, selbstgemacht. Spielerisch beschäftigen sich die Kinder mit der Stadtgeschichte.

 

 

...ein kleiner Auszug aus einem Konzeptpapier des Projektleiters

Thomas Bernhardt (Geschichtswerkstatt, Grafiker, Autor historischer Bücher und Artikel):

Rund um die eigene Schule, Stadtgeschichte Hilden, Denkmäler...

Wer waren eigentlich Wilhelm Fabry oder Fritz Gressard? Was hat es mit der Legende um die Hexen auf dem Jaberg auf sich? Wie hieß Hildens letzter Heimweber? Wo lebten die letzten Rittersleute? Wieso gibt es in Hilden die berühmte Gabelung? Hat die Dagobertstraße etwas mit den lustigen Walt Disney-Comics zu tun oder was steckt hinter dem Straßennamen Klusenstraße? Wer hat eigentlich die rennende Frau aus Metall auf der Mittelstraße aufgestellt? Wohnt der Bürgermeister im Rathaus? Warum sind im Hildener Stadtwappen ein Zahnrad und eine Sichel abgebildet?

Rundgang zum jeweiligen Thema, Ausarbeitung in der Schule, Besuch im Museum oder im Stadtarchiv oder Gäste (Zeitzeugen) kommen in die Klasse.

Täglich laufen die Kinder auf dem Weg zur Schule, zu Freunden, beim Spielen, beim Einkaufen und Spazierengehen an Straßenschilden vorbei, deren Namen zwar geläufig, der Hintergrund der Namensgebung es aber nicht ist. Auf ihren Wegen sehen die Kinder Denkmäler, Kunstwerke oder Gebäude aus älteren Zeiten. Die meisten Kinder wissen, sie sind da...aber warum und weshalb? Das Projekt beschäftigt sich also mit Namen und Geschichten aus dem engeren Lebensumfeld der Kinder, und somit auch der Stadt insgesamt. Gemeinsam gehen die Kinder auf Spurensuche. Dazu dienen Ausflüge, Texte aus Büchern, Besuche von Museen oder von anderen Menschen (z.B. Künstler, Archäologen, Apotheker, Zeitzeugen), die den Kindern Geschichten erzählen.

Jedem Kind ist die Möglichkeit gegeben, neue Talente bei sich zu entdecken und mit Unterstützung der Projektleitung und der Lehrerin/dem Lehrer sich in einem Team zu engagieren und Verantwortung für eine gestellte Aufgabe zu übernehmen. Teamfähigkeit und soziale Kompetenz werden ebenso gefördert, wie der Wissensdurst der jungen „Geschichts-Forscher“.

Kleines Geschichtsbuch, lose Blattsammlung, Spiele oder Rallye

Alle zusammengetragenen Informationen über den Stadtteil, rund um die Schule und zur Stadtgeschichte, werden im Unterricht (in Kleingruppen) ausgearbeitet. Die Ergebnisse werden in Form von Zeichnungen, Berichten und Fotos von den Kindern in einer Geschichts-Broschüre, in einem Memory-Spiel oder Würfelspiel zusammengefasst. Ebenso könnte eine Stadtteil-Rallye (Schnitzeljagd) entstehen.

Zusätzliches:

Ergänzend können die Kinder im Kunstunterricht vielleicht auch selber Kunstwerke oder Denkmäler erstellen. Fächerübergreifendes Arbeiten, Hilfe aus dem Internet, Informationen und Recherchen als Hausaufgabe sind erwünscht und fördern die Arbeit und Kreativität der Kinder. Mit einer Straßenskizze, in die die Kinder die Standorte der jeweiligen Objekte eintragen, wird eine Rallye-Route entwickelt. Hierzu werden Fragen ausgedacht, die zusammen mit der Straßenkarte dann eine komplette Rallye ergeben. Am Ende des Projektes können in einer Präsentation die Arbeitsergebnisse vorgestellt oder z.B. die Rallye ausprobiert werden. Schüler, Lehrer, Eltern und Geschwister, werden eingeladen, sich daran zu beteiligen. Das Arbeitsergebnis soll anderen Schülern zur Verfügung stehen. Parallel kann eine (Kunst-)Ausstellung der Kinder in der Schule installiert werden.

 

 

Rückblick:

Kinder beider Standorte (Richrather Straße, Zur Verlach) besuchten im April und Mai 2016 das Stadtarchiv:

Stadtarchivar Dr. Antweiler zeigt den Kinder alte Fotos: "Welches Gebäude, das heute noch steht, erkennt Ihr auf dem Foto?"  wbs_DSC04135

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Geburtsregister-Eintragungen nur per Hand in einer "komischen Schrift". Die wurde dann auch gleich mal geübt...

Die Kinder erinnern sich, dass die Oma auch so ähnliche Postkarten geschrieben hatte...

 wbs_DSC04141                                "Da ist unsere Schule noch ganz klein."

Die Kinder entdecken auf einem Stadtplan von 1927 ihre Schule an der Richrather Straße.

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Verfilmte Zeitungen können mit der freundlichen Hilfe der Stadtarchiv-Mitarbeiter auch auf DIN A3 ausgedruckt werden...

 

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An manchen Tagen stapeln sich auch schon mal die Akten...

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Im Keller werden im riesigen Aktenlager die Unterlagen übersichtlich, gut und trocken gelagert.

 

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Autor: Nadine Beilfuß