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In regelmäßigen Abständen bemühen wir uns um eine Autorenlesung, entweder wie hier in der Stadtbücherei oder in unseren eigenen Räumen.

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"Was wären Sie geworden, wenn nicht Schriftsteller?" - "Unglücklich!"

Ulli Schubert hatte alle Sympathien sofort auf seiner Seite, als er sich vorstellte: "Ich heiße Ulli Schubert, bin Hamburger, kein Döner ... (Lachpause) ... , bin 52 Jahre alt und schreibe seit 22 Jahren. Dass ich alt bin, sieht man; dass ich gerne Döner esse, auch ..." Ulli Schubert liebt Fußball, Krimis und Liebesgeschichten. Über Fußball schreibt er gerne, weil er glaubt, damit Kinder ansprechen zu können, die sonst nicht so gerne lesen oder Quatsch machen. In seiner Reihe "Fußballschule am Meer", die bisher 3 Bände umfasst, kombiniert er seine 3 Vorlieben, und besonders die Szenen, in denen es ein wenig zwischen Jungs und Mädchen knistert, kommen bei den Viertklässlern gut an. Der 4. Band "Volles Risiko" ist ganz druckfrisch und noch nicht erschienen. Es ist recht wahrscheinlich, dass die Kinder es haben wollen werden.

Ulli Schubert erzählt den Kindern, dass leider noch keines seiner Bücher verfilmt wurde, denn wenn das so wäre, würde man automatisch reich. Er schreibt keine Fantasy-Stories, denn die mag er nicht. Für ein Buch braucht er beispielsweise sechs Monate - 4 zum Ausdenken und 2 zum Schreiben. Es ist ihm wichtig, im Vorfeld sehr sorgfältig zu planen, z.B. an die Nordsee zu reisen, Eindrücke zu sammeln, bevor er dort ein Internat entstehen lässt. Alle Mitspieler sind seine Freunde, er kennt sie ganz genau. Er ist beim Schreiben mittendrin im Internat, das es nicht wirklich gibt. Er wohnt da. Wenn das nicht so wäre, könnte ein Buch nicht gut sein.

Ein Philosoph (Das ist jemand, der sich über alles Mögliche Gedanken macht.) ist er auch, der Herr Schubert. So hat er sich Gedanken darüber gemacht, warum Fußballer, wenn ihnen nach einem Spiel ein Reporter ganz unvermittelt ein Mikrofon unter die Nase hält und etwas über das Spiel erfragen möchte, so oft komische Antworten geben. Die Erklärung erscheint logisch:

Entweder ist beim Spiel das ganze Blut da, wo es am meisten gebraucht wird, nämlich in den Muskeln. Also ist dann keins im Kopf. Und ohne Blut im Kopf kann man nicht denken.

Oder - die Kopfbälle! So ein Ball ist ziemlich schwer, und wenn man den vor den Kopf bekommt, geht da ziemlich viel durcheinander, manchmal noch viele Jahre danach.

Beispiel: Lothar Matthäus. Dessen seltsame Sprüche prangen teilweise auf den T-Shirts, die Finn, die Hauptfigur aus der Fußballschule, ganz besonders liebt.

Oder: Gewollt habe ich schon gemocht, aber gedurft haben sie mich nicht gewollt.

 

Eine kurzweilige Autorenlesung, fanden die Kinder der 4 a ebenso wie ich.

Karin vom Steeg