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Vergangenheit – Zwei Grundschulen (mit gemeinsamer Geschichte)

 

Grundschule Walder Straße

 

Die Gemeinschaftsgrundschule Walder Straße entstand nach der Schulreform im Jahr 1968 aus zwei Volkschulen (Evangelische und Katholische Volksschule), die in den beiden Gebäuden Walder Straße 100 und Walder Straße 113 untergebracht waren. Diese beiden Schulen bestanden seit 1891 bzw. 1899 und konnten bereits auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken:

 Ende des 19. Jahrhunderts gründeten sich die Schulvereine, deren Mitglieder sich mit großem Engagement dafür einsetzten,

  • dass alle Kinder ausreichend ernährt wurden (vermutlich erste Schulspeisung Hildens),
  • dass sie ihre auf dem Schulweg durchnässten Schuhe und Strümpfe gegen angeschaffte trockene Strümpfe und „Klompen“ für den Schultag eintauschen konnten,
  • dass zahlreiche Feste und ausgiebige Ausflüge organisiert und
  • bauliche Veränderungen oder Erweiterungen vorgenommen wurden, so z. B.  die von den Eltern gebaute Waldschule, die später beim Bau der Kaserne weichen musste.

 Um 1938 kam es zu einem Zusammenschluss beider Schulen zur „Deutschen Schule“ und zu einem Verbot der Schulvereine. Während des Krieges wurden die Gebäude dann für andere Zwecke genutzt.

 Im Jahr 1945 wurde die Schule mit Klassenstärken von durchschnittlich 61 Kindern wieder eröffnet und von 1946 bis 1968 erneut als konfessionell getrennte Schulstandorte in den beiden Gebäuden geführt.

 Im Jahr 1949 erfolgte die Neugründung des Schulvereins, der sich wieder für die Behebung größter Not einzelner Schüler / Familien, für ein Aufblühen gemeinschaft-lichen Schullebens und für die Schaffung von besseren räumlichen und medialen Voraussetzungen für die Unterrichtsarbeit einsetzte.

In den 70er-Jahren wuchs die Zahl der Schüler der GGS Walder Straße stark an, zumal auch alle im Hildener Stadtgebiet lebenden türkischen Kinder in drei Vorbereitungsklassen an der Walder Straße eine Grundlage für die Integration in Regelklassen erhalten sollten.

Im Jahr 1972 wurden vier zusätzliche Klassenräume im neu gebauten Pavillon auf dem Schulhof der Walder Straße 100 eingerichtet.

Nachdem im Jahr 1973 in 16 Klassen 545 Kinder unterrichtet wurden, von denen viele „im Kalstert“ wohnten, wurde im Jahr 1974 die neu erbaute Gemeinschafts-grundschule Im Kalstert eingeweiht.

Die schulischen Räumlichkeiten Walder Straße 113 wurden in den Folgejahren nach der Auflösung der Vorbereitungsklassen abgegeben und anderweitig genutzt.

Im Schulgebäude der GGS Walder Straße 100 bestanden zunächst noch 7 - 8 Klassen; durch rückläufige Schülerzahlen (sinkende Geburtenrate, Auflösung von Übergangswohnungen für Aussiedler und Asylanten, in der SPE Mühle keine Betreuung der Hortkinder mehr, die die Schule Walder Straße besuchten) wurde die Schule inzwischen einzügig (1 Klasse pro Jahrgang).

Mit dem Schuljahr 2008  /  2009, zum 01. August 2008, trat der Grundschulverbund der beiden Gemeinschaftsgrundschulen Im Kalstert und Walder Straße in Kraft.

  

Grundschule Im Kalstert

In der Geschichte der GGS Walder Straße ist es vermerkt: Aufgrund stark ansteigender Schülerzahlen im Hildener Osten wurde in den Jahren 1973 / 1974 die Gemeinschaftsgrundschule Im Kalstert erbaut und eingeweiht.

Der Unterricht in der neuen Schule begann mit sechs Lehrern und 12 Klassen, darunter deutlich mehr als 100 Schulneulinge und zwei vierte Klassen mit 45 bzw. 46 Schülern und Schülerinnen.

In den 80er-Jahren gingen die Schülerzahlen rapide zurück, sodass die Schule innerhalb weniger Jahre nur noch 1,5-zügig geführt wurde.

Ein erneuter stetiger Anstieg der Zahlen nach etwa drei Jahren sorgte jedoch wieder für ursprüngliche Verhältnisse: 3 - 4 Klassen pro Jahrgang.

Im Jahr 1993 wurde die erste “Betreuung“ eingerichtet, die bis heute unter verschiedenen Namen (Schulprojekt, VGS -Verlässliche Grundschule-, SiT -Schüler in Tageseinrichtung-, OGATA (Offener Ganztag) ständig ausgebaut wurde.

In den Jahren 1998 bis etwa 2002 stand eine erste, größere Baumaßnahme an: In der Schule war, wie in vielen anderen Gebäuden in der Zeit, eine umfangreiche   PCB - Sanierung erforderlich.

Weitere Maßnahmen folgten: 

  • 2005: Im Zuge des OGATA - Aufbaus Umbau in den alten SiT-Räumen (Küche, Toiletten) 
  • 2006: Aufstockung des Verwaltungstraktes: Es entstehen ein großer Raum (durch eine Trennwand in zwei Klassenräume teilbar) und ein weiterer Raum, der als Konferenzraum bzw. als Besprechungszimmer  genutzt wird. 
  • 2007: Installation einer Brandmeldeanlage
  • 2008: Modernisierung des Sportgeländes (Anlage eines Kunstrasenplatzes, Sanierung des Kleinspielfeldes), Teilrenovierung der Sporthalle, Erneuerung des Flachdaches der Schule
  • 2009: Bau einer Solaranlage auf dem neu errichteten Schuldach
  • 2010/11: Energetische Sanierung des Gebäudes

Die demografische Entwicklung in den letzten Jahren mit immer weiter zurückgehenden Schülerzahlen blieb auch für die Grundschule Im Kalstert nicht ohne Auswirkungen: Seit 2002 sinken die Schülerzahlen erneut.

Da die Nachbarschule (GGS Walder Straße) durch diese allgemeine Entwicklung nur noch einzügig wurde, entschied der Schulträger der Stadt Hilden auf der Grundlage der rechtlichen Bestimmungen, die GGS Walder Straße ab 01.08.2008 als Teilstandort der GGS Im Kalstert zu führen.